Eine Partie mit viel Würze

Montag, 16 November 2015

Der ASV Happing war am Samstagnachmittag zu Gast beim WSV Samerberg. Und im Schatten der Hochries wurde den Zuschauern einiges geboten. Zunächst ging es in die obligatorische Abtastphase mit wenigen klaren Aktionen. Nach der Anfangsviertelstunde kamen dei Gäste aus Happing zur ersten Möglichkeit: Michael Eberle wurde von Mittelfeldkollegen Hugo Both exzellent in Szene gesetzt, Eberles Schuss aus sechs Metern konnte Heimkeeper Langner aber mit einem starken Reflex in ärgster Not abwehren, ein mitgelaufener Abwehrspieler netzte dann aber unfreiwillig zur Gästeführung ein.


Die Führung des Gastes wurde nur fünf Minuten später egalisiert: Einen Konter nach einem Freistoß von Pisi verwandeltet Stürmer Florian Osterhammer ins leere Torm nachdem er den ASV-Keeper umkurvt hatte. Mit de m1:1 Unentschieden ging es zum Pausentee.
Die zweite Hälfte in Rossholzen begann dann sehr spektakulär. Sebastian Lax wurde in Minute 49 nach einem starken Solo im Sechzehnmeterraum zu Fall gebracht, Michael Eberle verwandelte den Elfmeter danach souverän zur erneuten Gästeführung. Aber auch hier fand der WSV Samerberg eine rasche Antwort. Keine fünf Zeigerumdrehungen später stand Michael Stelzer nach einer Ecke völlig frei und hatte keine Mühe das Leder aus kurzer Distanz im Tor unterzubringen. Die Vorstädter bewahrten aber weiterhin ihr Spielkonzept und ließen sich nicht schocken: Cemli Kaya konnte kurz nach seiner Einwechslung das 3:2 markieren. Ein Freistoß aus halblinker Position zwirbelte Kaya aufs lange Eck an Freund und Feind vorbei ins Tor. Happing euphorisiert von der erneuten Führung hatte jetzt mit die beste Phase im Spiel: Michael Eberle hätte die Fühurng ausbauen können, doch bevor er zum Abschluss kam wurde er von Stadler gefoult. Schiri Josef Kurzmeier schickte diesen dann mit der roten Karte sofort zum Duschen. Den anschließenden Freistoß aus 18 Metern verwandelte der gefoulte Eberle selbst. Der Gast führte überraschend mit 4:2 etwa 10 Minuten vor Abpfiff. Doch wer den WSV Samerberg abschrieb, war fehl am Platz. Wie der sicher wirkende Sieger aussehend, brachte Happing das Torepolster nicht über die Zeit. Zwei Minuten vor Ende der Partie kam Stephan Ricke am Sechzehner zu Fall. Den eigentlich fast schon parierten Ballkonnte Keeper Kasprzyk nicht sicher halten, weil er durch seine Hände und hinter die Linie rutschte. Angetrieben von dem glücklichen Anschlusstreffer warf der WSV alles in die letzten Minuten der Nachspielzeit und konnte im Stile einer Spitzenmannschaft eine eigentlich nicht überragende spielerische Leistung noch zum 4:4 biegen. Eine Ecke in Minute 93. verwertete Stürmer Lorenz Auer mit einem Lucky Punch. Das Spiel wurde danach nicht mehr angepfiffen.
Grundsätzlich wäre man wohl vor dem Spiel mit einem Unentschieden auf Seiten des ASV zufrieden gewesen, der Spielverlauf lässt aber eher fast auf zwei verschenkte Punkte deuten.

Aufstellung: Kasprzyk, Capodieci, Pisi, Schaletzky ©, Kokocinski, Eckl, Ferraro, Eberle, Both, Lax, Micic

Auswechselbank: Cemil Kaya, Leven Kaya, Thomas Kolz, Nick Naundorf

Coach: Marc Wolf