Herzlich Willkommen im Bereich der Abteilung Stockschützen des ASV Happing!

Abteilung Stockschützen des ASV Happing 1960 e.V.

Wer bei dem Stichwort "Stockschießen" an verschneite Seen denkt, auf denen ältere Damen und alte Männer rätselhafte Wettkämpfe um die "Daube" austragen, ist nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand. Längst hat sich der Altherren-Wintersport zu einer für Jung und Alt, Damen und Herren attraktiven Ganzjahressportart entwickelt.

Dies kann vor allen Dingen auch auf dem Gelände des ASV Happing in der Eichfeldstrasse 20, 83026 Rosenheim beobachtet werden. Die Stockschützenabteilung des ASV Happing wurde am 01.08.1980 im Sportheim des ASV von einer Gruppe Vereinsmitglieder und Interessierter gegründet.

Bereits bei der Gründerversammlung wurde als Credo der damals jüngsten Abteilung des ASV Happing durch ihre 19 Gründungsmitglieder bestimmt. So wird nicht so sehr der sportliche Wettkampf in den Vordergrund gestellt, sondern viel mehr die Kameradschaft und Geselligkeit.

Am 12.11.1980 wurde mit der Planung der Asphaltbahn durch Architekt und Gründungsmitglied Hans Schramm begonnen. Der Baubeginn der Bahnen, der durch die Vorstandschaft unter der damaligen Leitung des 1. Vorsitzenden Herbert Tomczyk ermöglicht wurde, war dann am 18.04.1981. In einer Bauzeit von nur knapp drei Monaten, die durch die hohe Eigenleistungen der Vereinsmitglieder ermöglicht wurde, war es dann soweit. Die Bahnen wurden ihrer Bestimmung übergeben und nach dem Initiator der Abteilung Stockschießen, Herbert Hirmer, benannt.

Die Abteilung, die  seit 27 Jahren besteht,  hat derzeit insgesamt 132 Mitglieder der unterschiedlichsten Altersgruppen. Von Jung bis Alt geht hier jeder seinem Hobby, dem Stockschießen nach. Die Stockschützen des ASV Happing treffen sich ab April bis Oktober jeden Dienstag und Donnerstag ab 19:00 Uhr (bei guter Witterung) an den Stockbahnen neben dem Fußballplatz.

In jeder Saison (ausschließlich Sommerspielbetrieb) werden von der Abteilung mehrere Turniere ausgerichtet und von den Stockschützen Turniere befreundeter Vereine besucht.

Außerdem wird jährlich die Vereinsmeisterin und der Vereinsmeister in Form eines Zielschiessens, hierbei muss jeder in vier Durchgängen sein Können unter Beweis stellen, ermittelt. Auch die Meister im Mannschafts- schiessen werden gekürt, im Anschluss werden bei einer fröhlichen Feier auf dem Gelände des ASV Happing sämtliche Meister geehrt. Auch hier steht die Kameradschaft und die Geselligkeit im Vordergrund, trotz teilweiser sehr knapper Ergebnisse in den Meisterschaftsspielen.

Ein Vereinsausflug und der Besuch des Rosenheimer Herbstfestes darf natürlich bei den geselligen Attraktionen der Abteilung Stockschießen nicht fehlen.

Wenn dies alles Ihr Interesse geweckt hat, freut sich die gesamte Abteilung unter der Leitung von Ernst Höfer und Hans Pohl über Ihren Besuch bei einem ihrer "Trainingstage", sei es nur zum Zuschauen oder um gerne auch selbst mit dem Stock in der Hand auf die Jagd nach der "Daube", dem Zielklötzchen beim Stockschießen, zu gehen. Damit die Jagd erfolgreich verläuft, wird das Material von der Abteilung gestellt. Selbstverständlich steht Ihnen Ernst Höfer unter der Telefonnummer 08031 / 65428, gerne für weitere Fragen zur Verfügung.

Die Geschichte des Eisstocksports

Stockschützen
Der Eisstocksport...

...ist trotz jahrhundertealter Tradition eine morderne Sportart
  • für die Jugend
  • für die Damen
  • für die Herren
  • für die Senioren
... kann im Winter auf Natur- oder Kunsteis und im Sommer auf Asphalt gespielt werden
  • als Leistungssport
  • als Gesundheitssport
  • als Ausgleichssport
  • als Freizeitsport

Aus der Geschichte des Eisstocksports

Zu Beginn unseres Jahrhunderts entstanden die ersten Ansätze zum sportlichen Wettkampf. In den dreißiger Jahren hatte sich dieser Sport schon soweit durchgesetzt, dass es Deutsche Meisterschaften gab und bei den Olympischen Spielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen auf dem Riessersee ein Vorführwettbewerb ausgetragen wurde.

Das Eisstockschießen fand von Anfang an schnell die Begeisterung der Bevölkerung. Besonders für die Bauern und Handwerker war es eine wunderbare Möglichkeit, die durch den Frost bedingte Untätigkeit im Winter spielerisch zu überwinden. Langsam entwickelte sich das Eisstockschießen vor allem in Bayern und Österreich zu einem Volkssport. Bereits auf einem Bild von Pieter Breughel (1565), das zugefrorene Eisgrachten in den Niederlanden zeigt, sind "Eisstockschützen" zu sehen.

Der Eisstocksport heute

Eisstocksport wird nicht nur in vielen Ländern Europas betrieben, sondern auch in Nord- und Südamerika, Australien, Afrika und Asien. Alle Nationen haben sich der Internationalen Föderation Eisstocksport (IFE) angeschlossen.

Seit 1951 werden Europa- und seit 1983 Weltmeisterschaften ausgetragen. In Deutschland wird in allen Bundesländern der Eisstocksport wettkampfmäßig betrieben. Fast überall ist er auch ein beliebter Freizeitsport, der in vielen Wintersportorten fester Bestandteil des sportlichen Angebots ist.

Im Winter in Kunsteisstadien, auf Natureis oder auf zugefrorenen Seen, im Sommer auf Asphaltbahnen, kann dieser Sport von der Jugend bis ins hohe Alter ausgeübt werden.

Zum Vergnügen, zur Körperertüchtigung und nicht zuletzt zur geselligen Unterhaltung. Der Gemeinschaftsgedanke offenbart sich dabei nicht im Spiel, sondern auch im Beisammensein nach den Kämpfen in der starken Einbeziehung des Sports in das Gesellschaftliche.

Das moderne Wettkampfgerät besteht aus dem Stockkörper, verschiedenen Laufsohlen und dem Stiel. Der komplette Eisstock hat ein zulässiges Gesamtgewicht von ca. 4,3 kg. Auf Eis sind die Laufsohlen aus Gummi und auf Asphalt aus Kunststoff. Je weicher die Mischung des Materials, desto "strenger" geht die Laufsohle im Wettkampf.

Stockschießen

Stockschießen, oder Stockspiel, wie es neuerdings heißt, ist vor allem im Alpenraum verbreitet und hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Curling. Es gibt den Mannschafts-, den Weiten-, und den Zielwettbewerb.

Spielregeln Mannschaftswettbewerb

Daube mit 12 cm Durchmesser
Daube, Ø 12 cm
Beim Mannschaftsspiel versuchen zwei Mannschaften die Eisstöcke von der Abspielstelle aus möglichst nahe an die "Daube" zu schießen. In einer Mannschaft sind normalerweise vier Personen. Das Ziel ist den eigenen Stock in Bestlage (d.h. ihn näher zur Daube als der Gegner) zu bringen. Es zählen nur Stöcke die sich innerhalb des Zielfelds befinden.

Eine der beiden Mannschaften beginnt mit dem Spiel, indem sie versucht einen ihrer Stöcke in das Zielfeld zu schießen. Jetzt schießt die gegnerische Mannschaft so lange, bis einer ihrer Stöcke in Bestlage ist.

Wenn eine Mannschaft keine Stöcke mehr hat ist der Gegner an der Reihe. Wenn beide Mannschaften mit allen ihren Stöcken geschossen haben, ist die Kehre zu Ende und die Mannschft deren Stock sich in Bestlage befindet bekommt Stockpunkte. Für den Stock in Bestlage gibt es drei Stockpunkte für jeden weiteren Stock der gleichen Mannschaft, der näher bei der Daube ist als der nächste Stock des Gegners gibt es weitere zwei Punkte. Ein Spiel hat sechs Kehren, das heißt sechs Durchgänge. Die Mannschaft mit der größeren Anzahl von Stockpunkten erhält zwei Gewinnpunkte, die andere Mannschaft null Gewinnpunkte. Die Mannschaft mit den meisten Gewinnpunkten gewinnt das Turnier.

Der Stock

Der Stock
Zeichnung eines Eisstocks
Der Stock Besteht aus drei Teilen: Dem Stiel, dem Stockkörper und der Laufsohle. Die Stockkörper wiegen zwischen 2,7 kg (Schülerstock) und 3,8 kg.

Die Laufsohlen gibt es als Sommer- und Winterlaufsohlen in verschiedenen Farben, die sich in der Härte unterscheiden. Die Farben sind Weiß, Grün, Schwarz, Rot, Grau, Gelb und Blau. Die weiße Laufsohle hat den geringsten Reibungswiderstand, die blaue den größten.

Die Spielfläche

Spielfläche Stockspiel
Spielfläche
Im Winter wird auf Eis gespielt. Im Sommer spielt man meistens auf Asphalt. Bei den Abmessungen des Spielfelds gibt es kleine Unterschiede zwischen überdachten Anlagen und Anlagen ohne Dach. Der Abstand zwischen Abspielstelle und dem Mittelkreuz auf der anderen Seite beträgt aber fast immer 24,5m.